Vorraussetzung

Eine übermäßigen Anspannung ihres autonomen Nervensystems erkennen Sie an einer meist asymmetrischen Anspannung ihres Beckens, meist im Sinne einer Beckenverwringung. 

Die Ursache dieser Anspannung finden Sie auf der körperlichen Ebene mit dem Integralen Stresstest. 

Das Becken entspannt sich direkt bei Berührung ihrer  zentralen Verbindungspunkt ihres Fasziensystems, dem Nabel, sowie der primären vagalen Stresszone, ihres Halses oder eines sonstigen aktiven Störherdes in Form einer Narbe oder einer überlasteten faszialen Zone ( Kiefer, ISG- Steißbein, Atlas, alte Verletzung). 

Entspannt sich das Becken nicht, liegt wahrscheinlich eine Überlastung im Energiefeld des Körpers, im Sinne eines übergeordneten Störfeldes vor. 

Das Becken entspannt sich direkt, sobald Sie eine Hand an die Grenze des Störfeldes halten ( positiver Störfeldreflex).

Diese erkennen Sie daran, dass die sich annähernde flache Hand unangenehm wird. 

Vorraussetzung für das Funktionieren aller Entspannungstechniken auf der Körperebene, einschließlich der Entlastung von Störherden, ist die Abwesenheit einer übergeordneten Stressebene im Sinne eines Störfeldes. 

Im Zweifel beginnen Sie mit der Störfeldentlastung und wenden dann die Nabel-Hals und ggf. Nabel-Flanken und Narbenintegration an. 

Die Integrationstechniken 

1. Nabel-Integration 

Die Nabelhand:

Legen Sie eine Hand weich auf ihren Bauch und einen Finger, vorzugsweise den Mittelfinger in ihren Nabel. Allein das sollte schon eine Entspannung auch ihres Beckens auslösen. Bewegen Sie dann den Nabel minimal in die “freie Richtung”. Das ist die Richtung, die am weichsten ist, einen tiefen Atemzug und eine weitere muskuläre Entspannung auslöst.  

Tritt keine Entspannung auf, halten Sie ihre flache Hand, wie bei der Störfeldentlastung beschrieben, erst eine Weile über dem Nabel und beobachten, ob dies eine Entspannung auslöst, oder führen eine Störfeldentlastung mit Partner oder mental durch. 

Die zweite Hand:

Die zweite Hand leitet die theoretisch im Fasziensystem frei gesetzte Energie weiter an energie- und harmoniebedürftige Zonen, sogenannte Störherde z. B.: 

• Hals ( Grundübung zur Entspannung ),

  • die Flanke / den unteren Rücken (bei Rücken- oder Nierenthemen)
  • Narben 

• Schmerz- und Spannungszonen.

 

2. Narbenintegration 

Narben werden sehr sanft ( ortho-bionomisch) in ihrem gesamten Verlauf in die freie  Richtung bewegt, sodass sich Spannungen lösen können. Gleichzeitig wird mit der anderen Hand der Nabel entspannt. Falls die Narbe unzugänglich ist, kann sie auch von einem Partner entlastet werden, während Sie z. B. die Nabel-Hal Integration durchführen.

3. Störfeldentlastung

Unser Energiefeld speichert offensichtlich Stress und oft auch unverarbeitete Gefühle. Wir sprechen dann von einem dicken Hals oder davon, dass wir neben der Kappe sind. Ein Problem, dass wir meist nicht berücksichtigen ist, dass wir dann nicht mehr normal funktionieren. Unser Körper schaltet in den Kampf- und Fluchtmodus. Wir sind unkonzentriert, gereizt und nicht ruchtig aufnahme- oder kommunikationsfähig. Unsere Umgebung spürt dies oft, noch vor uns und reagiert meist ebenfalls mit Kampf- und Fluchtreaktionen –

die übliche Stressspirale im Alltag und in Beziehungen. 

Fühlen Sie sich gestresst oder genervt oder hat die Untersuchung Sie auf ein Störfeld aufmerksam gemacht oder sind Sie einfach nur neugierig,  öffnen Sie ihre  beiden Arme ganz weit vor dem Hals und/ oder dem Nabel , als wollten Sie ihre  Stresswolke umarmen.

Im Qi Gong heißt diese Position: den Baum umarmen. 

Bei Narben oder überlasteten faszialen Schmerz- oder Stresszonen nähert sich die leicht schräg gehaltene Hand dem Störherd im Körper. 

Der Begriff Störfeldentlastung ersetzt den alten Namen Auraentlastung, da er klinisch eindeutiger zugeordnet werden kann. 

4. Traumafeldentlastung

Sehr große Störfelder werden in der FIT wegen ihrer manchmal  starken regulativen und emptionalen Entlastung nur in geschütztem, therapeutischen Rahmen entlastet. 

Der Partner oder Therapeut nähert sich mit der ausgestreckten auf den Nabel oder den Hals- und Herzbereich gerichteten Hand bis eine Anspannung wahrnehmen wird. Durch leichte Drehung des Körpers mit dem ausgestreckten Arm wird direkt außerhalb dieser Grenze das Feld geöffnet. Die Größe des Feldes korreliert mit seiner Relevanz und kann zwischen einigen  bis zu 30 Metern und mehr variieren. Diese Übung braucht außer einer geschützte Atmosphäre auch eine  ausreichende Nachwirkzeit.

Ausführliche Anleitung

Vorraussetzungen für das Funktionieren unseres Körpers

Unser autonomes Nervensystem mit seinem Entspannungs- und Regenerationsnerven, dem Vagus funktioniert nur richtig unterhalb eines bestimmten Stressniveaus. Das gilt in der Folge auch für die Nabel- und Narbenintegration. Ist unser Energiesystem durch zuviel Stress oder ein altes Trauma überlastet, funktionieren auch Entspannungstechniken normalerweise nicht.
Wir müssen dann erst unser äusseres Energiesystem entlasten.
Beim integralen Stresstest erkennen wir das daran, dass eine Berührung des Nabels oder einer störenden Narbe nicht direkt zu einer Entspannung einer Beckenverwringung führt.
Ein anderer Hinweis ist, dass die eigene Hand auf dem Hals, dem Nabel oder einer Narbe als beklemmend und unangenehm erlebt wird. Auch in diesem Fall muss erst die Störfeldentlastung durchgeführt werden.
Das Beste ist, fangen Sie sicherheitshalber erst mit der Störfeldentlastung wie auf dem Foto unten an, vor allem wenn Sie sich gestresst fühlen oder nachdem Sie mit gestressten Menschen zusammen waren.

Schrittweise Entlastung 

In der Regel ist das Becken nach jeder einzelnen Anwendung entspannt. Die Verspannung baut sich aber immer wieder auf, solange noch weitere Störzonen vorhanden sind. Die Behandlung muss grundsätzlich so lange fortgesetzt werden, bis das Becken anhaltend entspannt bleibt.

Nabelintegration 

Der Nabel wird mit dem Mittelfinger berührt und in die Richtung mit dem geringsten Widerstand verschoben oder gedreht. Die Nabelhand liegt dabei entspannt auf dem Bauch mit dem Daumenballen am Oberbauch über dem vorderen Endast des Vagusnerven am querverlaufenden Dickdarm. Ring- und Kleinfinger liegen dann automatisch unter dem Nabel auf den beiden weiteren Akupunkturpunkten in der Mittellinie. Drei Querfinger unterhalb des Nabels vom Akupunkturpunkt KG 4 wird aus Sicht der TCM die Energie in die Körpermeridiane geleitet wird. Dort liegt auch das Hara der fernöstlichen Heilkunde. Die zweite Hand liegt bei der Erstbehandlung vorn am Hals und wird dort für etwa eine Minute mit der linken und eine Minute mit der rechten Hand gehalten. Die kleinfingerseitige Handkante liegt über dem oberen Herzbereich und die Fingerspitzen liegen abwechselnd rechts und links in der Kuhle vor dem Schultergelenk. Dadurch werden die Mandeln oder Mandelnarben- und Schilddrüsenregion entstört und die dort liegenden Verbindungen zum Vagusnerven aktiviert. 

Die angenehmste Richtung des Nabels wird erneut geprüft und gehalten.

Anschließend wird die zweite Hand nacheinander beidseits in die Flanke  gelegt und verweilt dort ein bis zwei Minuten. Dadurch aktiviert sie die Nierenenergie, entlastet die Nebennieren und entspannt die Bauch- und Rückenfaszie sowie den Quadratus lumborum, den Muskel, der hauptsächlich für Rückenschmerzen verantwortlich ist.

Danach kann die zweite Hand nach und nach auf verschiedene Schmerz- oder Spannungszonen gelegt und so lange dort gehalten werden bis die Schmerzen nachlassen. 

Techniken im Enzelnen 

– eine Hand: Hand liegt auf dem Bauch. Der Nabel wird mit dem Mittelfinger sanft in der weichen Richtung gehalten

– andere Hand:

  1. Vorderer Halsgriff: Zur Entstörung der Mandelregion, v.a. nach Infekten und zur Stärkung des Immunsystems zur Infektionsprophylaxe , liegt die Hand quer vorn am Hals
  2. Flankengriff: Die Hand liegt nacheinander beidseitig in der Flanke, mit dem Daumen nach vorn, dem Kleinfingerrand unter der 12.Rippe und den Fingerspitzen am ISG.

Weitere Positionen:

Nacken-Kiefergriff: Die Fingerspitzen liegen am oberen Nacken zur Entspannung der Kopfgelenke. 

Der Handballen schiebt ggf. den Unterkiefer sanft in die angenehme Richtung

Schultergriff: Die Fingerspitzen der gegenseitigen Hand berühren den oberen Schulterblattrand. Der Handballen liegt auf dem Schlüsselbein.

Weitere Positionen: Alle Schmerz- u. Spannungsregionen können auf die gleiche Weise entlastet werden, solange sie nicht entzündet, also erwärmt oder geschwollen sind.

Beckengriff: Beide Daumen entspannen den Nabel. Beide Hände entspannen mit den Fingerspitzen das Becken mit Schambeinfuge und ISG.

Nabelintegration bei Nacken- und Rückenschmerzen

Die Flankenposition bei lumbalen Rückenschmerzen sowie Beckenverwringungen und Beinlängendifferenzen berührt mit dem Daumen den Unterbauch zur Entspannung des Hüftmuskels, während die übrigen Finger mit der Handinnenfläche zwischen Becken und Rippen auf der tiefen Rückenmuskulatur liegen. Gleichzeitig werden Niere und Nebenniere entlastet.

Die obere Nackenposition entspannt mit einer Hand weiterhin den Nabel nach erneuter Prüfung der weichen Richtung. Die andere Hand geht mit den Fingerspitzen an den oberen Nacken, so dass der Handballen über der Kiefermuskulatur liegt und schiebt den Unterkiefer in die angenehme Richtung. Damit werden Kiefer- und Nackenmuskeln entspannt und oft auch schon Kopfgelenks- und Kiefergelenksblockaden sowie eine Beckenverwringung gelöst.

Die hintere Nackenposition entspannt mit einer Hand weiterhin den Nabel. Die andere Hand liegt hinten am Nacken, mit den Fingerspitzen auf einer druckschmerzhaften Verdickung des Gewebes. Mit dem Handballen kippt sie den Kopf zu dem „blockierten“ Wirbel hin und verweilt bis sich die Verquellung auflöst.

Bei der unteren Nackenposition legt sich die freie Hand legt sich auf der Gegenseite halsnah über die Schulter. Die Fingerspitzen berühren das Schulterblatt, der Handballen das Schlüsselbein. Damit werden Schulterblattheber, Kopfnicker und die seitlichen Halsmuskeln entspannt.
Alle drei Positionen werden beidseits für jeweils einige Minuten gehalten. Solange noch Beschwerden bestehen, aber auch prophylaktisch bei Stress sollte die Behandlung zumindest jeden Abend durchgeführt werden.

Narbenintegration

Bei den ersten Behandlungen und später, wenn das Testen eine Reaktivierung zeigt, sollte auch eine Entstörung aller aktiven Narben erfolgen. Entspannt die Berührung der Narbe das Becken liegt ein aktiver Störherd vor, den Sie mit der Narbenintegration entlasten 

können und auch sollten. 

Wenn eine Berührung nicht zu einer Entspannung des Beckens führt, kann auch hier eine energetische Störung vorliegen, die Sie durch Halten der geöffneten Hände in dem Abstand aus dem Sie diese noch als angenehm spüren, über der Narbe (wie auch vorher dem Hals oder Nabel) entlasten müssen, bevor die örtliche Behandlung wirkt.

Reine Narbenintegration 

Alle störenden Narben werden je nach Länge komplett oder  etappenweise mit den Fingerspitzen für jeweils etwa eine Minute in die Richtung mit dem geringsten Widerstand verschoben. 

Bei der reinen Narbenintegration werden mit der anderen Hand werden Schmerzonen so lange berührt, bis sich die Muskelverspannungen und Gelenkblockaden auflösen. 

Bei der Nabel-Narbenintegration wird mit der anderen Hand der Nabel entspannt. Am besten prüfen Sie selbst, was für Sie wirksamer ist. 

Die Behandlung wird anfangs täglich wiederholt, später nach jeder(!) Stressphase, bzw. wenn die Narben wieder eine Beckenverwringung auslösen oder bei erneutem Schmerzbeginn.

Zur Erleichterung der Vorgehensweise können als Vor- oder Zusatzbehandlung alle potentiellen Störfelder, also vor allem alle Narben, auch nach Arthroskopien, Nasen-Mandel- oder Zahnoperationen mit einem Laserpointer kurz bestrahlt werden. 

Vorsicht

Vor- und nachher viel trinken. Danach ausruhen.
Vergessene oder unzureichend entstörte Narben oder sonstige Störherde, wie Zahnherde oder Piercings (v. a. am Nabel) können den Erfolg verhindern oder eine Verschlechterung fördern.

Die Störfeldentlastung

Störfeldentlastung 

Vor der Nabelintegration sollte, wie oben gesagt, immer wieder Mal geprüft werden, ob eine Beckenverwringung oder -verspannung  vorliegt und wenn ja, ob die Berührung des Nabels sowie des Halses zu einer direkten und vollständigen Entspannung des Beckens führt. Wenn dies nicht der Fall ist, ist dies ein Hinweis auf eine übergeordnete energetische Störung. Dann müssen Sie erst durch Halten der geöffneten Hände vor oder über dem Hals und/oder dem Bauch bzw. Ihr Störfeld oder ihre Stresswolke auflösen. 

Technik 

Halten Sie beide Arme weit geöffnet für etwa 1-2 Minuten zunächst vor dem Hals und dann vor dem Bauch, bis Sie eine tiefe Entspannung spüren. Oft werden dabei in ihrem Energiefeld fest gehaltene unverarbeitete Emotionen

Die Arme werden so weit geöffnet, dass die, mit etwas Übung spürbare „ Stresswolke“ ganz umfasst und dadurch aufgelöst werden kann. Im Liegen erkennen Sie die Grenze des Störfeldes auch an seinem Gewicht, 

im Stehen oder sitzen eher an seiner Konsistenz.

Sie fühlt sich an wie dicke Luft, woran wir erkennen, wie Recht unsere Sprache hat ! 

Auch über Narben ist oft das Energiefeld belastet. Nähern Sie eine Hand langsam aus größerem Abstand ihrer Narbe, bis Sie dort die Annäherung spüren. In diesem Abstand öffnen Sie durch keichtes Schrägstellen der Hand das gestaute Stress- oder Traumafeld.

Manchmal ist das Feld so groß, dass Sie dafür einen Partner brauchen. Dieser nähert sich dann aus sehr großem Abstand mit der flachen auf ihren Hals, Nabel oder manchmal auch ihre Narbe gerichteten Hand bis zu dem Punkt, wo sie es als beklemmend empfinden und öffnet knapp davor durch weites Öffnen des Armes das Stress- oder Traumafeld.

Die Auraentlastung vor dem Hals und Herzbereich empfehle ich auch immer wieder zwischendurch im Alltag  durchzuführen, besonders wenn Sie mit belasteten Menschen leben oder arbeiten.